Das Märchen vom Berlakovich und den Bienen

Ich weiß gar nicht, was ihr alle mit dem armen und mutmaßlich höchst missverstandenen „Umwelt“minister Nikolaus Berlakovich habt. Es ist doch eigentlich schlau: Er lässt sich für ein völlig absurdes und seinem Mandat im Grunde widersprechenden Abstimmungsverhalten vereinnahmen (kaufen?), von dem er umgekehrt nicht einmal befürchten muss, dass es überhaupt in die Nähe einer Mehrheit kommt.

Nikolaus Berlakovich, EPP

Nikolaus Berlakovich verdeckt auf diesem Bild übrigens nicht den ersten Buchstaben. Das ist bloß Zufall (Quelle: EPP)

Als Chemiekonzern und/oder Lobbyist, der einen solchen – pardon – Dodel in irgendeiner Form bzw. indirekt auf der Payroll hat, könnte ich mir etwaigen Unmut ja noch vorstellen, aber für alle Anderen ist es langweiliger provinzieller Unfug wie eh und je. Zugegeben; Berlakovich macht seine Sache außergewöhnlich dreist und/oder patschert, aber im Grunde bleibt es Bruxelles-Business as usual.

Und unsere Fau Thatcher-Wannabe im Finanzministerium hat auch ein bissi Ruhe von ihrem – mindestens doppelt so fragwürdigem – Bankgeheimnis-Herumgeeiere. Zudem wird sich die Wählerschaft bis zum Herbst ohnehin kaum an diese kleine Episode erinnern.

Für die ÖVP also eine Win-Win-Situation. Quasi.

Roland B. Seper

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