Wirtschaft

Kernzone 100: Wie lange noch?

Je öfter ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, was mit dieser Verkehrspolitik, wie sie in Wien und dem Umland betrieben wird, eigentlich erreicht werden soll. Die Nutzung des Privat-PKW bleibt teuer und unpraktisch (was – objektiv betrachtet – durchaus in Ordnung ist), es gibt aber nach wie vor keine spürbaren Erleichterungen hinsichtlich Kosten oder gar Komfort bei der Nutzung der Öffis.

Kernzone 100 Tarifzonenplan des VOR

Zonenplan des VOR. Rot markiert die Kernzone 100, grob gesagt das Wiener Stadtgebiet. (Quelle: VOR)

Wien hat nach wie vor ein hervorragendes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Solange jedoch Pendler, die ein paar Ortschaften außerhalb der Kernzone 100 leben, alleine für das Durchqueren der auf den ersten Blick völlig willkürlich definierten Tarifzonen bereits ein Vielfaches eines einfachen Fahrscheines bezahlen müssen, wird der Umstieg nicht gerade schmackhaft gemacht.

Der Anachronismus des Flickenteppichs an Tarifzonen sollte ein ebenso rasches Ende finden wie die so genannte Pendlerpauschale selbst. Beides sind Relikte aus beinahe grauer Vorzeit, die den heutigen Gegebenheiten sowie den Anforderungen an ein modernes öffentliches Transportwesen nicht mehr entsprechen.

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Fleischskandal? Nein. Logische Konsequenz.

Der Fleischskandal rund um nicht deklariertes Pferdefleisch will einfach keine Ruhe geben. Tagtäglich tauchen neue Meldungen auf, worin überall Reste und Spuren von nicht auf dem Etikett befindlichen Fleischarten gefunden wurden. Dass diese Entwicklung eine völlig logische Konsequenz aus dem grassierenden Geiz ist geil-Konsumverhalten ist, wird selten erwähnt. Zeit wird’s, der Realität ins Auge zu sehen.

Fenster einer Fleischhauerei (Bild: Miikka Skaffari, flickr)

Fenster einer Fleischhauerei (Bild: Miikka Skaffari, flickr)

Wie ich bereits kürzlich in einem Posting geschrieben habe, ist der derzeit so medienwirksame Fleischskandal nichts anderes, als ein unmissverständliches Zeichen dafür, dass sowohl die Politik, als auch “die Märkte”, als auch die Gesamtheit der Konsumenten eine Situation herbeigeführt haben, in der Anstand und seriöse Geschäftsgebahrung kaum mehr Platz haben und diejenigen, die sich solcherlei Werte an die Fahnen geheftet haben, meist nur noch in Nischen ihr Dasein fristen.

Selbst bei wohlwollender Betrachtung ist nur noch mit größten Kontorsionskünsten davon zu sprechen, dass der völlig von Nachhaltigkeit und Ethik losgelöste (Nahrungsmittel-)Handel – ebenso wie die überwiegende Mehrheit aller anderen Branchen – irgendetwas wesentlich erleichtert oder verbessert hätten. Ja, die Preise sind gesunken. Das war’s dann aber auch schon wieder…

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Lebensmittelskandal: Nicht Fisch, nicht Fleisch

In Billig-Lebensmitteln, die mit “100% Rindfleisch” etikettiert sind, findet sich 60 Prozent und mehr Pferdefleisch. Die Aufregung über den Etikettenschwindel ist enorm. Die erschreckenderen Aspekte an der Geschichte, die tatsächlich den Appetit verderben sollten, bleiben weitestgehend auf der Strecke.

Lasagne

Lasagne (Bild: jules:stonesoup)

Sind wir uns ehrlich: So gut wie jeder Bewohner einer Industrienation, der nicht aus unterschiedlichen Gründen von Geburt an vegetarisch ernährt wurde, hat irgendwann bereits Pferdefleisch zu sich genommen. Darüber hinaus hatten viele schon Esel (Salami), Kaninchen und andere drollige Tierchen auf dem Teller oder in der Semmel. Den Allermeisten schmeckt das auch ganz gut, teils gelten Fleischarten abseits der drei meistkonsumierten (Schwein, Rind, Huhn) gar als besondere Delikatesse.

Es ist aber bekanntlich eine – nicht ganz uninteressante – Eigenschaft der meisten Menschen, massive Unterschiede zwischen den unterschiedlichen zum Verzehr geeigneten Tieren zu machen. Rinder, Schweine und Hühner werden tonnenweise konsumiert, bei Pferdchen, Kaninchen, Kalberln oder Hunden sträuben sich die Menschen vor dem kulinarischen Genuss. Selbstverständlich gibt es eine Reihe von gut nachvollziehbaren Erklärungsmodellen für diese objektiv betrachtet eher seltsame Ambivalenz.

Aber das ist ein ganz anderes Thema und ich möchte an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen.

Worum geht es also tatsächlich bei dieser Farce rund um die Lasagne, deren Fleischanteil nicht dem entspricht, was auf der Verpackung deklariert wird?

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Frank Stronach: Traurig, aber wahr.

Was können wir aus der – auf den ersten Blick – durchaus unterhaltsamen Geschichte rund um die politischen Bestrebungen des Exil-Steirers und Self-Made-Industriemagnaten Frank Stronach ablesen? Handelt es sich einfach um die schrullige Idee eines alten Mannes oder gehen wir gar den nächsten Schritt in Richtung Plutokratie? So einfach wird die Antwort nicht sein.

Frank Stronach. Self-Made-Milliardär und Neo-Politiker

Frank Stronach. Self-Made-Milliardär und Neo-Politiker (Bild: Steindy/CC)

Frank Stronach ist ein schrulliger alter Mann, der in der Vergangenheit einige bemerkenswerte persönliche Erfolge verzeichnen konnte. Mit einer gehörigen Portion Chuzpe ausgestattet, ging Stronach (damals hieß er tatsächlich noch Franz Strohsack) aus seiner oststeirischen Heimat fort, um die Welt zu erobern. Ohne sonderlich viel Eigenkapital (man munkelt, er wäre mit nichts als 200 Dollar und einem One-Way-Ticket in der Tasche losgezogen) hat er in vergleichsweiser kurzer Zeit ein Unternehmen aufgebaut, das in weiterer Folge zu einem Global Player erwachsen sollte und heute mehr als 100.000 Menschen in aller Welt beschäftigt. Das eine oder andere Quentchen Glück mag durchaus dabei gewesen sein (etwa der gewaltige Aufschwung der kanadischen Automobilindustrie in den spätern 1960er Jahren), aber primär war vermutlich sein großer persönlicher Ehrgeiz, es an die Spitze zu schaffen, verantwortlich für den Erfolg.

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Das verblassende Strahlen des Börsestars

Die Geschichte der Facebook-Aktie ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Sie nimmt Finanzmarktmechanismen und damit einhergehende Schwierigkeiten da auf, wo es weh tut.

Die Facebook Aktie ist seit Start fast kontinuierlich auf Talfahrt

Die Facebook Aktie ist seit Start fast kontinuierlich auf Talfahrt

Was für ein IPO. Der a(n)visierte Erstausgabepreis von 38 US$ wurde noch frenetisch bejubelt, alle Medien waren voll des Lobs. Abgesehen von einigen wenigen technischen Ungereimtheiten ging eigentlich alles ganz gut und Mark Zuckerberg konnte als frisch gebackener “Multimilliardär” ruhigen Gewissens und zur Überraschung Vieler seine Langzeitfreundin Priscilla Chan ehelichen. Herrlich!

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Zuckerbergs große Fehler

Mark Zuckerberg gehört seit wenigen Tagen zu den reichsten Menschen der Welt. Sein Vermögen wird auf jenseits der 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Trotzdem hagelt es von allen Seiten Kritik und Tadel. Armer Hund, der Zuckerberg.

Mark Zuckerberg | Bild: Guillaume Paumier  Wikimedia Commons, CC-BY-3.0

Mark Zuckerberg | Bild: Guillaume Paumier Wikimedia Commons, CC-BY-3.0

Ich finde es tatsächlich originell, wenn Mark Zuckerberg im Zuge “seines” IPOs irgendwelche Fehler angedichtet werden. So sei es etwa für Facebook ausnehmend nachteilig, sich “dem Finanzmarkt ausgesetzt” zu haben und nun so viele Investoren an Bord zu haben, denen er Rede und Antwort zu stehen hat und die auch evt. bei grundlegenden unternehmerischen Entscheidungen mitreden wollen. Der Börsegang sei auch zu früh und in einer ungünstigen Marktphase gekommen.

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