Roland Seper: Meine unautorisierte Autobiographie

Der ansonsten recht ereignislose 15. Dezember des Jahres 1975 wurde von mir, meiner Mama und womöglich auch ein bissi von den Geburtshelfern zu meinem Geburtstag erkoren. Pünktlich zum Vorabendprogramm schlüpfte ich nach einer kurzen Schrecksekunde (Herzstillstand meinerseits) und schrie den Unmut über das erlittene Geburtstrauma in die kalte Welt hinaus.

Roland Seper | Nox Vobiscum!

Roland Seper | Nox Vobiscum!

Es folgten unbeschwerte Jahre glücklicher Kindheit im Kreise meiner liebenden Familie mit Wohnhaft Wien XIII. Als drittes Kind und nur ziemlich genau ein Jahr jünger als der Nächstältere hatte ich natürlich stets mit subjektivem Anerkennungsmangel und anderen entwicklungspsychologischen Katastrophen zu kämpfen, aber aus irgendeinem mir noch nicht näher bekannten Grund fanden meine Eltern einen Weg, aus mir doch noch so etwas wie einen Menschen zu machen.

Flegeljahre

Der schulische und berufliche Werdegang im Schnelldurchlauf: Nach respektablen Leistungen im Verlauf des Kindergartens konnte ich dieses Niveau in der Volksschule gerade noch halten. Nach fulminantem Abschluß derselben bekam ich aber rasch die Unbill des Lebens in aller Härte zu spüren, was sich vornehmlich in diversen kleinen Auseinandersetzungen mit meinem Lehrkörper und Notendurchschnittsabstürzen im Gymnasium manifestierte.

Aus heutiger Sicht betrachte ich meine Schulzeit an und für sich sehr positiv, aber aus damaliger Perspektive war es natürlich grenzenlos katastrophürchterbar und ich bin fasziniert, dass meine Professoren – meines Wissens nach – immer noch ohne intensivere psychologische Betreuung in einem sozialen Umfeld überleben können. Nachdem ich dann wider allen Erwartungen die Matura dennoch absolvieren konnte, versuchte ich mein Glück an der Universität Wien und inskribierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften mit einer Fächerkombi aus Psychologie, BWL und ein paar anderen Studienrichtungen.

Werdegang & Karriere

Verdungen habe ich mich dann einige Jahre in der IT-Distributionsszene, bis es mich durch einige großartige Zufälle in den Mediensektor verschlug. Nunmehr arbeite ich beim WirtschaftsBlatt, österreichs größter Wirtschaftstageszeitung, und verantworte – mit einem wahrlich großartigen Team um mich – dessen digitale Aktivitäten in technischer und zuweilen grafischer Hinsicht. Hinzu kommen noch Social Media Agenden, Projektmanagement und (Mit-)Entwicklung neuer Geschäftsfelder unterschiedlichster Ausrichtung. Dieser Job ist mit großem Abstand der herausfordernste, abwechslungsreichste und insgesamt vor allem erfreulichste, den ich bisher ausüben durfte.

Hobbies & Freizeit

In meiner kargen und von Trübsinn geprägten Freizeit habe ich in all diesen Jahren meines nebulösen Daseins so manchen Unfug getrieben, der mir zuweilen selbst die Schamesröte ins Gesicht treibt, also versuche ich mich hier nur auf derlei Dinge zu konzentrieren, die ich reinen Gewissens und in aller Öffentlichkeit vertreten kann. Zum Beispiel meine Rollenspielerei: Angefangen hat alles damit, dass mein Bruder und ein paar seiner Freunde vor Urzeiten eine kleine Spielrunde ins Leben riefen, von der ich heute eigentlich nicht einmal mehr sagen kann, nach welchem RPG-System und in welchem Setting das stattgefunden hat. Ich weiß nur noch, dass sie sich gerade mit DSA (“Das schwarze Auge”) beschäftigten, als ich dazu stieß. Seit dem damaligen Spielabend ist dies eines meiner absolut liebsten Hobbies geworden und bis heute noch regelmäßige Freizeitvernichtungsmethode Nr. 1. Diese DSA-Runde von damals besteht auch heute noch (wenngleich von der Ur-”Besetzung” – abgesehen von mir – nur noch mein Bruder und der Spielleiter Stephan übrig geblieben sind) und trifft regelmäßig zusammen.

In der Bibliothek findet sich – neben Sach- und Fachbüchern aus unterschiedlichsten Bereichen – erschreckend viel Phantasy-Literatur, darunter J.R.R. Tolkien, T. Pratchett, J.K. Rowling, T. Goodkind und was weiß ich noch alles.

Sportskanone bin ich nur in eher fantasievoll weit gefasster Deutung des Begriffs, aber Mountainbiken, Badminton und ein paar andere körperliche Betätigungen finden sich im Kalender doch noch recht deutlich vor “ferner liefen”. Wenn sich zwischendurch eine Gelegenheit ergibt, betreibe ich hin und wieder auch ganz gerne ein wenig Geocaching.

Musikalisch bin ich sehr aufgeschlossen. Von gasrtigem Death Metal, wüstem Metal- und Grindcore über (Martial)Industrial bzw. Dark Ambient bis hin zu EBM, Gothic & Co und darüber hinaus Klassik von Verdi, Wagner, Orff, Bach und Consorten findet sich so einiges im Regal bzw. den HDDs. Tipp an dieser Stelle: Mein blip.fm Stream (Achtung: Zur Zeit klar elektronisch dominiert!).

In letzter Zeit gewinnt auch die Fotografie immer mehr an Raum und ich beginne langsam, dieses Hobby Schritt für Schritt zu erkunden. Siehe flickr

Familiäre Meilensteine

Die wahrscheinlich einschneidensten Änderungen meines Lebens fanden am 19. Mai 2007 und am 1. April 2008 statt. Das erste Datum ist unser Hochzeitstag und das zweite der Geburtstag unseres Sohnes Sebastian Hagen (» Sebastians Homepage), dem – natürlich vollkommen objektiv betrachtet ;-) – unbestritten liebenswertesten kleinen Lausbuben dieses Erdenrunds!

2 Comments

  1. Helga
    Dez 01, 2011 @ 10:16:56

    Servus Roland!
    Sehr interessant zu lesen, wies mit Dir weitergegangen ist bzw. weitergeht. Glückwunsch zum Sohn. Schon lustig, was socnets so bewirken können (g+).
    Liebe Grüße an Stephan und Martin.

  2. Andreea Dosa
    Okt 13, 2011 @ 13:46:16

    Lieber Roland,

    am 19.10.2011 findet das sechste Event zu twenty.twenty – exploring the future statt. Das Thema: “The City – Networking With Things”.
    Auch dieses Mal laden wir im Vorfeld der Veranstaltung zur Blogparade ein. Wir freuen uns über Beiträge, die das Thema von unterschiedlichen Seiten beleuchten und möglichst viele Aspekte in die Diskussion einbringen.

    Die Fragestellung lautet:
    Smart Living im Jahr 2020 – Mehr Lebensqualität für alle?

    Hinter dem Konzept von Smart Cities steht die Idee einer „intelligenten Urbanität“, die Infrastruktur-Themen wie Energie oder Verkehr sowie das individuelle und soziale Leben der Menschen als Gesamtsystem betrachtet. Die Intelligenz liegt dabei in Lösungen und Konzepten, die das System möglichst effizient, ressourcenschonend und sozial verträglich gestalten.
    Im Jahr 2020 werden zwischen 20 und 50 Milliarden Objekte via Internet verbunden sein und sind damit Teil desselben Kommunikations-Netzwerkes, das auch Menschen für soziale Interaktion und Kollaboration nutzen. Auf individueller Ebene werden sich neue Möglichkeiten ergeben, Geräte im eigenen Haushalt zu steuern oder sich per Knopfdruck an jedem Ort und mit unterschiedlichsten Geräten ein personalisiertes digitales Environment zu schaffen. Auf regionaler Ebene wird intelligente Verkehrs- und Energiesteuerung ermöglicht.
    Das wird tiefgreifende Auswirkungen auf Wohnbau, Stadtentwicklung oder die Definition des öffentlichen Raums haben – also das tägliche Leben von Beruf bis Freizeit, Familie und Kultur nachhaltig verändern. Dafür braucht es neue Denkansätze und vor allem auch Steuerung durch politische Institutionen. Wir wollen wissen, was es braucht, damit 2020 der Alltag mit den vernetzten Dingen für alle lebenswert ist.

    http://www.twentytwenty.at/naechste-veranstaltung/mitdiskutieren/
    twitter.com/Exploring2020
    #future2020
    facebook.com/exploring2020

    Im Namen von twenty.twenty würde ich mich sehr über dein Mitkommentieren und Bloggen freuen. Es wäre auch sehr fein, wenn du hilfst, die Anregungen hierzu auf Facebook und Twitter zu verbreiten.

    Melden kannst du deinen Beitrag unter: http://www.twentytwenty.at/kontakt/ oder http://www.facebook.com/exploring2020

    Zusätzlich würde ich dich gerne zur Veranstaltung nächsten Mittwoch einladen. Bei Interesse einfach kurzes Mail retour, dann setze ich dich auf die Gästeliste.

    Details zum Event findest du unter: http://www.twentytwenty.at/naechste-veranstaltung/location/

    Viel Spaß! Und bei Fragen zur Veranstaltung und oder zur Blogparade stehe ich dir gerne zu Verfügung.

    Herzlichen Gruß,

    Andreea Dosa
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