<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Nox Vobiscum! » Roland B. Seper &#187; Wirtschaft</title>
	<atom:link href="http://noxvobiscum.at/tag/wirtschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://noxvobiscum.at</link>
	<description>barbarus hic ego sum quia non intellegor ulli</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Jan 2012 09:51:34 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3</generator>
<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Schulden? Eine Frage der Perspektive.</title>
		<link>http://noxvobiscum.at/2011/11/schulden-eine-frage-der-perspektive/</link>
		<comments>http://noxvobiscum.at/2011/11/schulden-eine-frage-der-perspektive/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 11:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland B. Seper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Neoliberalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldenbremse]]></category>
		<category><![CDATA[Umverteilung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://noxvobiscum.at/?p=1620</guid>
		<description><![CDATA[Ehrlich gesagt kann ich es nicht mehr hören, das Einerlei von Krise, Schulden und verwandten Katastrophen. So als ob die derzeit so herrlich hochstilisierte Dauerkrise allein durch das (ausufernde) Aufnehmen von Staatsschulden verursacht worden wäre. Ich sehe ja selbstverständlich ein, &#8230; <a href="http://noxvobiscum.at/2011/11/schulden-eine-frage-der-perspektive/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ehrlich gesagt kann ich es nicht mehr hören, das Einerlei von Krise, Schulden und verwandten Katastrophen. So als ob die derzeit so herrlich hochstilisierte Dauerkrise allein durch das (ausufernde) Aufnehmen von Staatsschulden verursacht worden wäre. Ich sehe ja selbstverständlich ein, dass es auf lange Sicht nicht zielführend sein kann, Wohlstand, soziale Systeme und ganze Staatengefüge ausschließlich auf Pump aufzubauen. Das zu negieren wäre naiv und kurzsichtig. Aber wenn man einmal ernsthaft darüber nachdenkt und seine Gedanken ein wenig kreisen lässt, fallen rasch ein paar Dinge auf, die &#8211; abseits kleinkarierten politischen Dünkels &#8211; ausnehmend sauer aufstoßen könnten. Und sollten.</strong></p>
<p>Die ganze Welt spricht zur Zeit von &#8220;der Krise&#8221;, von Staatsschulden und einer global darniederliegenden Wirtschaft. Je nach politischer Herkunft sind entweder die nationalen Führungsregime dafür verantwortlich, die viel zu lange Geld für ihre Staatshaushalte ausgegeben haben (etwa für Bildung, Medizin, Altenversorgung), das sie nicht hatten oder die bösen zügellosen (Finanz-)Märkte, die mangels Regulierung durch die Gesetzgebung asoziales und menschenverachtendes Geldscheffeln für eine kleine Handvoll Privilegierter ermöglichen.</p>
<p>Läge eine klare Antwort auf der Hand, gäbe es vermutlich längst eine Lösung und endlich ein Ende dieser unsäglichen Zeit der Missgunst, Verunsicherung und gesellschaftlicher Zerrissenheit.</p>
<p>Was jedoch aus meiner Sicht immer wieder auffällt, ist der Umstand, dass all den Meldungen über Ramsch-Ratings, drohende Staatsbankrotte, Sparbudgets und Misswirtschaft stets nahezu ebenso reichlich Nachrichten gegenüberstehen, dass &#8211; selbst in Phasen miserabler ökonomischer Rahmenbedingungen &#8211; teils unfassbare Summen von Einzelpersonen und Unternehmen verdient werden, die das mögliche Einsparungspotenzial nationalstaatlicher Sparpakete vor Neid erblassen lassen. Der Eindruck, es wäre schlichtweg kein Geld (etwa für ausgewogene soziale Systeme) vorhanden, ist demnach grundfalsch. Es befindet sich lediglich nicht dort, wo es &#8211; meines Erachtens(!) &#8211; hingehört.</p>
<p>Anders formuliert: Jedem Aussenstand steht eine Forderung gegenüber, die dem Ausmaß der Schulden entspricht. Problematisch wird dieser zunächst sehr nüchterne Umstand dadurch, dass die großen Gläubiger extrem wenige Einzelpersonen oder Banken sind, während diejenigen, die die Bezahlung der Schuld (bzw. davor die der anfallenden Zinsen) zu erwirtschaften haben, sehr Viele sind. Die Schulden teilen sich somit auf sämtliche Schichten auf, während die Guthaben bei Einzelnen liegen. Das Kapital wird also von der breiten Masse der Steuerzahler, die neben der Abfuhr der Steuer noch mittels Konsum ihr Geld auf direktem Wege in die (Real-)Wirtschaft zurückfließen lassen, zu einigen Wenigen hin verschoben, die der Wirtschaft das Geld entziehen, da dieses sofort (so es nicht inaktiviert, also in dubiosen Stiftungskonstrukten stillgelegt wird) einem &#8220;reinen&#8221; Geldmarkt zugeführt wird, wo es als Ressource per se gehandelt wird, aber nicht mehr zu Unternehmen oder gar den Menschen zurückkommt. Zu diesem letzten Punkt gibt&#8217;s eine sehr schöne Visualisierung: <a href="http://www.pic-upload.de/view-11862808/Geldtagesumsatz-weltweit.jpg.html" target="_blank">&raquo; Der weltweite Geldhandelsumsatz im Jahre 2007</a>. &#8220;Die Reichen&#8221; horten immer mehr Kapital, &#8220;die Armen&#8221; nehmen an Anzahl zu, besitzen dafür aber umso weniger.</p>
<p>Selbstverständlich kann die Lösung nicht sein, das Kapital von Vermögenden zu nehmen und an Bedürftige zu geben. Es liegt zwar auf der Hand, größere Teile des erwirtschafteten Reichtums an diejenigen zu verteilen, die einen Gutteil ihres Lebens durch ihre Arbeitsleistung zum Aufbau ebendieses Reichtums leisten, &#8220;Gerechtigkeit&#8221; im Sinne von &#8220;juristisch korrekt&#8221; entsteht dadurch jedoch nur mit einem sehr fest zugedrückten Auge. Schließlich wird einer Seite etwas weggenommen, was diese auf legalem (im Gegensatz zu legitimem!) Wege erwirtschaftet hat. Dies gilt selbst dann, wenn dieser Erwirtschaftung keine nennenswerte Eigenleistung der jeweiligen Inhaber zugrunde liegt (also der überwiegenden Majorität der überdurchschnittlichen Vermögensbesitzer), etwa wenn das Vermögen ausschließlich auf Erbschaft oder Spekulationsglück basiert.</p>
<p>Aber auch, wenn diese &#8220;Enteignung&#8221; auf den ersten Blick nicht legitim ist bzw. scheint, muss man darüber nachdenken, wie es sein kann, dass einige Wenige so viel Geld horten (und somit der Wirtschaft entziehen), das sie auf Generationen hinweg unmöglich ausgeben können, wohingegen zahllose Menschen dieser unausgewogenen Verteilung buchstäblich zum Opfer fallen. Sei es durch Hunger in Entwicklungsstaaten, deren Rohstoffe durch &#8220;uns&#8221; verschwendet werden, ohne entsprechende Gegenleistung zurückfließen zu lassen, durch Krankheiten, die theoretisch längst (wenn auch kostenintensiv) therapierbar sind oder was auch immer.</p>
<p><strong>Der große Irrtum, der gar keiner ist</strong></p>
<p>Solange also dem Weltbild konservativer(?) Kreise der epochale Irrtum zugrunde liegt &#8211; der im Grunde ja nicht einmal ein solcher ist, da diese Sichtweise zumeist wider besseren Wissens vorherrscht -, der Reichtum des vielzitierten &#8220;1%&#8221; begründe sich vornehmlich auf &#8220;Leistung&#8221; und erfolgreiches und faires Wirtschaften, wird sich in den Köpfen der &#8220;Opfer&#8221; dieses Denkens sowieso keine Form der Umverteilung als legitim anfühlen. Die Menschen in den so genannten &#8220;entwickelten Regionen&#8221; haben sich viel zu lange unwidersprochen daran gewöhnen können (ja beinahe müssen), dass ihr Wohlstand, der in vielen Jahrzehnten des kontinuierlichen und lediglich phasenweise kurzfristig gedämmten Aufschwungs aufgebaut wurde, auf Raubtum und Sklaverei basiert. Diesen Umstand kann man gerne ausblenden, aber niemals wegdiskutieren. Mann kann ihn ignorieren, aber er bleibt unwidersprochenes Faktum, das keineswegs durch eine rosarote (oder grüne) Brille erst als solches künstlich herbeigewettert werden muss.</p>
<p>So stehen wir nun also vor der Situation, in der ganze Volkswirtschaften vor den Ratingagenturen zittern, die bewerten, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Ausfall der Rückzahlung geliehenen Geldes eintreten könnte. So werden Nationen auf das so genannte &#8220;Ramsch-Niveau&#8221; herabgestuft und somit kundgetan, dass diese Staaten nicht in der Lage sind, die anfallenden Zinsen für ihre Schulden (geschweige denn Kapital selbst) zurückzuzahlen. Die Folgen sind jedenfalls desaströs für die betroffenen Staatshaushalte: Neue Kredite werden verteuert, die Gläubiger (in aller Regel Banken) bekommen höhere Zinsen für das verliehene Geld und Investoren spekulieren (&#8220;wetten&#8221;) auf den Zahlungsausfall, was die Situation weiter verschärft.</p>
<blockquote><p>Man darf in einem Nebensatz übrigens durchaus erwähnen, dass etwa Griechenland bis dato alle Raten und ausständigen Zahlungen begleichen konnte. Zwar nicht aus eigener Kraft, aber durch Unterstützung der EU-Partner wurden Ausfälle verhindert, was die Bewertung der Ratingagenturen sozusagen falsifiziert. Der Umstand, dass andere für die Zahlungen einspringen, war im Falle Griechenlands und der Europäischen Union durchaus zu erwarten, wurde aber in die Bewertung nicht entsprechend aufgenommen. Dennoch bleibt das miserable Rating bestehen. Im Gegenzug hatten die Lehman Brothers bis zur Meldung im Oktober 2008, dass sie Chapter-11 anmelden (müssen) ein Top-Rating. Auch andere große Namen der Börsenskandalgeschichte, etwa Enron oder WorldCom genossen bis zuletzt hervorragende Bewertungen. Selbst die USA, die mit zunehmender Regelmäßigkeit vor der Zahlungsunfähigkeit stehen und lediglich durch jweils kurzfristige politische Winkelzüge in der Lage bleiben, ihre Gläubiger zu bedienen, sind nach wie vor stolz auf ihr Triple-A (nur Standard &#038; Poor&#8217;s vergibt das unwesentlich schwächere AA+). Aber mehr will ich zu Ratingagenturen und ihrem dubiosen Gewerbe gar nicht sagen.
</p></blockquote>
<p><strong>Qui bono?</strong></p>
<p>Dass von solchen Entwicklungen einige wenige Institutionen und Personen profitieren, kann einem das sprichwörtliche G&#8217;impfte aufgehen lassen. Es dreht sich zur Zeit eine gigantische Umverteilungsmaschinerie, die das Geld von unten nach oben pumpt. Unaufhörlich und unaufhaltsam.</p>
<p>Sollten nämlich einzelne Banken, Unternehmen oder ganze Staaten tatsächlich in die Insolvenz getrieben werden (ob nun aus eigener Schuld oder aufgrund von Spekulationsgeschäften Dritter), wird von der Allgemeinheit, den Steuerzahlern, eine Rettung der Banken vorgenommen, die zuvor in ebendiese riskanten Geschäfte investiert haben. Es haften also Alle für die Verfehlungen einzelner Weniger, die jedoch an dem entstandenen Schaden auch noch verdienen. Weitere Nutznießer sind diejenigen, die mit Kreditausfallshaftungen (Credit Default Swaps) so lange dealen, bis keiner mehr durchschaut, wer nun der ursprüngliche Referenzschuldner war. Trotzdem verdienen sie sich ein goldenes Näschen, wenn eine Abschreibung stattfindet, ohn jemals einen daraus resultierenden Schaden zu riskieren. Tolles Geschäft, oder?</p>
<p><strong>Ich schweife &#8211; wie so gerne &#8211; ab&#8230;</strong></p>
<p>Worum es mir tatsächlich geht, ist der Umstand, dass dieses ohnedies bereits völlig artifizielle Finanzwesen, das mit Geld arbeitet, das realwirtschaftlich längst nicht mehr abbildbar ist, mit Geld vollgestopft ist. Große Unternehmen wie Apple, Google, diverse Banken, Unternehmen der Petroleum-Industrie und so viele mehr weisen Quartal für Quartal Gewinne aus, die im Vorbeigehen Staaten wie Griechenland, Portugal, Italien und vermutlich noch viele mehr aus jeder Zahlungsschwierigkeit reißen könnten. Der Eindruck, es wäre kein Geld da, etwa um das Bildungs, Sozial- oder Gesundheitswesen zu finanzieren, darf man gelegentlich daran denken, dass das Geld sehr wohl auf der Straße liegt. Man muss nur politisch so weit sein, dass man leistungsfreie Einkünfte (etwa reine Geldgeschäfte ohne realwirtschaftlichen Bezug) mit Steuern belegt, wie sie für faktische (Arbeits-)Leistung eingehoben werden. Selbst eine Annäherung dorthin wäre schon ein gewaltiger Schritt.</p>
<p>Ich will selbstverständlich nicht zum Ausdruck bringen, dass Wal-Mart, Shell, Nestlé, Gazprom, Exxon, ICBC, Apple oder wie auch immer die gewinnträchtigsten Unternehmen zur Zeit auch heißen mögen (die vorhergehende Liste entspringt meinem Gedächtnis, nicht einer seriösen Erhebung) nun für die Schulden irgendwelcher Länder gerade stehen sollen. Auch die Damen und Herren der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt sollen keineswegs enteignet werden. Es wäre nur an der Zeit, sich der Verantwortung für Belange außerhalb des Firmengeländes und der der eigenen Investoren bzw. Shareholder bewusst zu werden. Und sollte dies nicht durch Überzeugung geschehen, so muss eben eine gesetzlicher Verpflichtung mit entsprechenden Sanktionen im Falle der Nichterbringung her. Dies geschieht in jedem anderen Bereich des Lebens; Freiwillig würde überhaupt niemand irgendwelche Steuern zahlen. Die Menschen wechseln ja noch nicht einmal ihr tägliches Einkaufsverhalten, wenn sie von den Umständen erfahren, wie manche Einzelhändler mit Produzenten, Lieferanten oder Mitarbeitern umspringen.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Wer seinen persönlichen Gewinn ausschließlich aufgrund der Möglichkeit moderner Sklaverei und Raubbau an Rohstoffen in Drittländern erwirtschaftet, selbst keine nennenswerte Leistung zur Ausweitung des Vermögens erbringt und trotzdem nicht gewillt ist, die Umverteilung nach oben einzudämmen (geschweige denn umzukehren), der darf sich hinterher nicht beschweren, wenn irgendwann die Menschen auf die Barrikaden steigen und eine Beteiligung an der Schadensregulierung einfordern.</p>
<p>Dies ist vermutlich das einzige und letzte Thema, bei dem sich die Politk in aller Welt an eine dermaßen verschwindend kleine Minderheit anbiedert, der jedoch nationalstaatliche Belange ohnedies völlig wurscht sind&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://noxvobiscum.at/2011/11/schulden-eine-frage-der-perspektive/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Betroffenheits-Tsunami</title>
		<link>http://noxvobiscum.at/2011/03/der-betroffenheits-tsunami/</link>
		<comments>http://noxvobiscum.at/2011/03/der-betroffenheits-tsunami/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 00:37:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland B. Seper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gaddafi]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[OMV]]></category>
		<category><![CDATA[Opportunismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://noxvobiscum.at/?p=1388</guid>
		<description><![CDATA[Es ist eine großartige Zeit für einen ganz bestimmten Typus Mensch: &#8220;Der Betroffene&#8221; feiert gerade eine richtig große Zeit, wo es doch gerade Zoff galore in Nordafrika gibt. Hingebungsvoll wird Mitleid bekundet, lautstark militärische und politische Intervention gefordert und die &#8230; <a href="http://noxvobiscum.at/2011/03/der-betroffenheits-tsunami/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist eine großartige Zeit für einen ganz bestimmten Typus Mensch: &#8220;Der Betroffene&#8221; feiert gerade eine richtig große Zeit, wo es doch gerade Zoff galore in Nordafrika gibt. Hingebungsvoll wird Mitleid bekundet, lautstark militärische und politische Intervention gefordert und die große Betroffenheit möglichst öffentlichkeitswirksam zur Schau gestellt. Hilfe leisten? Nein, das machen eh Andere. &#8220;Off the records&#8221; werden dann aber weiterhin gute Geschäfte gemacht und wenn sich noch der eine oder andere Euro herausholen lässt, bevor es endgültig kracht, wird die Betroffenheit auch gleich ein wenig erträglicher. Opportunismus in seiner vielleicht widerlichsten Form.</strong></p>
<div id="attachment_1389" class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a href="http://noxvobiscum.at/wp-content/uploads/2011/03/gaddafi_publicdomain.jpg"><img src="http://noxvobiscum.at/wp-content/uploads/2011/03/gaddafi_publicdomain-160x107.jpg" alt="Muammar Abu Minyar al-Gaddafi" title="Muammar Abu Minyar al-Gaddafi" width="160" height="107" class="size-medium wp-image-1389" /></a><p class="wp-caption-text">Muammar Abu Minyar al-Gaddafi - brutaler Diktator und beliebter Geschäftspartner sind kein Widerspruch (&copy;U.S. Navy/public domain)</p></div>
<p>Den Auftakt der prachtvollen Periode läutete Tunesien bereits Ende vorigen Jahres ein, als die so genannte Jasminrevolution das Ende des zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre andauernden Regimes des Zine el-Abidine Ben Ali einläutete. Ben Ali nahm die Beine in die Hand und floh zu seinen Kumpels in Saudi-Arabien. Kurz darauf zog der Revolutionszug weiter Richtung Osten und erreichte rasch Ägypten, dessen Präsident Muhammad Husni Mubarak nach fast 30 Jahren an der Staatsspitze den mehr oder weniger geordneten Rückzug antrat. Das dazwischen liegende Libyen, das ebenfalls mit einem ausgemachten Humanisten und Menschenfreund, Muammar Abu Minyar al-Gaddafi, als Machthaber gesegnet ist, steht ebenfalls unmittelbar vor einer gravierenden politischen Veränderung.</p>
<p>Es kracht und grammelt also in Afrika und die Welt ist betroffen vom brutalen Vorgehen der Machthabenden. Schnell wurden die Rufe nach politischen Interventionen laut, da und dort hörte man auch die Forderungen nach umgehender militärischer Sanktionierung des unmenschlichen Umgangs mit Oppositionellen. In Europa, wo Gaddafi bekanntlich nur recht wenige sonderlich gute Freunde hat (die meisten davon in Italien und in der FPÖ), sitzen Sicherheits- und Militärgremien zusammen und beraten, wer wann wo wieviel mitbombardieren darf. Allen voran Frankreichs gescheiterter Freizeit-Napoleon Nicolas Sarkozy, über den Gaddafi kürzlich ein &#8220;ernstes Geheimins&#8221; zu kennen behauptete. Der Kleine an der Spitze der Grande Nation wollte sich daraufhin gleich als erster sein Lieblingsziel für das Bombardement aus dem Katalog aussuchen.</p>
<p>Schön, eigentlich, wie gleich alle darin einig sind, einem Land mit vereinten (militärischen) Kräften dabei zu helfen, Diktatoren loszuwerden, die alles andere als lieb zu ihren Mitmenschen sind. Erstaunlicherweise lautet das Ziel jedoch nicht etwa Gabun, Tschad, Äquatorialguinea oder Simbabwe, deren jeweilge Machthaber ihrerseits nicht lange fackelten und die ersten zarten Keime eines Widerstandes brutal niederschossen. Wer sah aus diesen Ländern einen abendfüllenden TV-Bericht gesehen? Oder vielleicht auch aus Uganda oder Äthiopien? Wer sah einen Tweet oder ein Facebook-Update darüber? Wann hatte der neue Shooting-Star der internationalen Medienwelt, der im Emirat Qatar situierte arabische Medienkonzern Al Jazeera, eine mehrstündige Sonderberichterstattung mit Live-Schaltungen über andere, ein paar Kilometer südlicher gelegene afrikanische Staaten als Tunesien, Ägypten und Libyen im Programm? Gab es überhaupt Erwähnungen dieser Länder? Tja.</p>
<p><strong>Böse? Böse ist relativ.</strong></p>
<p>Was hat Libyen, was die anderen nicht haben? Ist Gaddafi so viel böser als die zahllosen anderen Diktatoren und Landlords, die den afrikanischen Kontinent im Würgegriff halten? Ist er der brutalste Herrscher, den es zu attackieren gilt? Ist Libyen die einzige Diktatur, die einer pro-westlichen Demokratisierung zugeführt werden soll/kann/muss? Wieso macht Gaddafi die Menschen mit seinen Militärschlägen gegen Rebellen so viel &#8220;betroffener&#8221; als etwa Robert Mugabe, der Homosexuelle öffentlich als &#8220;schlimmer als Tiere&#8221; bezeichnet? In Äquatorialguinea werden mutmassliche Putschisten coram publico gefoltert und im Tschad scheint der Begriff &#8220;Menschenrechte&#8221; angesichts etwa der berühmten Kindersoldaten, regelmäßiger Ermordungen politischer Gegner des Regimes und wiederholter Misshandlungen von Angehörigen humanitärer Organisationen weitestgehend unbekannt. Und diese Liste erhebt explizit den Anspruch der Unvollständigkeit. Sie könnte vielmehr nahezu beliebig fortgesetzt werden.</p>
<p>Dennoch richtet sich das quasi uneingeschränkte Augenmerk &#8220;des Westens&#8221; auf Libyen, das im Grunde genommen in vielerlei Hinsicht ein Entwicklungsniveau besitzt, bei dem selbst westliche Nationen teils das Nachsehen haben. So gibt es in Libyen die Pflichtschule aller 6 bis 15-Jährigen, ein halbwegs modernes Sozialversicherungswesen &#8211; im Gegensatz zu etwa den USA &#8211; inklusive kostenloser medizinischer Versorgung, Witwen- und Seniorenrenten. Die Staatsreligion des Islam verhindert zwar eine ausgewogene Bildung über beide Geschlechter, aber die Alphabetisierung von > 92 Prozent unter den Männern ist weit weg vom Weltschlusslicht. Im <a href="http://hdr.undp.org/en/media/HDR_2010_EN_Table1_reprint.pdf">Human Development Index (HDI)</a> der United Nations Development Programme (UNDP) liegt Libyen auf dem vergleichsweise respektablen Platz 53 von 169 erfassten Ländern (zum Vergleich China: 69, Russland: 65, Mexiko: 56, Kroatien: 51, Österreich 25). Angesichts dieser nicht uninteressanten Platzierung wäre es keineswegs unangemessen, lange vor Libyen einer Reihe anderer Staaten &#8220;die Demokratie&#8221; zu bringen , wie es so gerne formuliert wird (und nein, nicht so wie bei den unangefochtenen Interregnum-Weltrekordhaltern in Belgien).</p>
<p><strong>Ubi multum lumen, umbra obscurior est</strong></p>
<p>Zugegeben: Diesen zivilisatorischen Errungenschaften stehen so manche ganz und gar nicht adrette Fakten gegenüber. Mal ganz abgesehen davon, dass es mir naturgemäß ein wenig schwer fällt, einer in ihrer wesentlichen Substanz auf religiösen Schriften aufbauenden Rechtssprechung sonderlich viel abzugewinnen oder gar einer Regierungsform ohne wesentliche Einbindung des zu regierenden Volkes, gibt es da ja noch ein paar andere Punkte, über die die guten Geschäftsfreunde Gaddafis eher ungern beim Dinner plaudern.</p>
<p>Da wäre beispielsweise diese Sache mit Lockerbie 1988, das Bombenattentat auf eine Air France-Maschine 1989, der Schulterschluss mit Saddam Hussein im Irak-Konflikt 1990, 2000 gab es Pogrome gegen afrikanische Arbeiter, 2004 wurden mutmaßlich über den pakistanischen Schwarzmarkt Pläne für Atmowaffen angeschafft und so weiter. Der Korruptionswahrnehmungsindex für 2010 schließlich wies Libyen einen Wert von 2,2 aus, was Rang 146 bedeutet (also sogar ein wenig schlimmer als die Schwarz-Blaue Bundesregierung 2000-2007).</p>
<p>Haben all diese Aspekte nun dazu geführt, dass europäische Unternehmen oder Staaten nachhaltig die Geschäftsbeziehungen zu Libyen und damit dem Gaddafi-Clan abdrehten? Keineswegs! Es gab zwar anhaltende Handelsembargos (wenn auch in erster Linie hinsichtlich des Verkaufs von Waffen) und die USA haben Libyen großspurig in die Riege der &#8220;Schurkenstaaten&#8221; eingereiht, aber das hat im Grunde niemanden wirklich interessiert.</p>
<p>Libyen galt stets und bis heute als einer der wichtigsten Förderer und Exporteure von Öl und Gas (~70% des BIP, je nach Quelle ~95-97% der Exporterlöse), nicht nur &#8211; aber vor allem &#8211; für Europa. Allen voran Italien, die vermutlich nicht zuletzt deshalb (neben der &#8220;Angst&#8221; vor den vielen etwaigen Flüchtlingen im Falle eines andauernden Bürgerkriegs) als vehementeste europäische Unterstützer Gaddafis fungieren. Originelles Detail am Rande: Frankreichs Nicolas Sarkozy vereinbarte noch 2007, also vor nur etwas mehr als drei Jahren &#8211; im Rahmen einer Absichtsübereinkunft mit Gaddafi den Bau eines Atomkraftwerks.</p>
<p>So weit brauchen wir aber gar nicht zu blicken: Der heimische Mineralölkonzern OMV ist seit vielen Jahren mit Förderanlagen in Libyen präsent und bezog 2010 rund 10 Prozent der Gesamtmenge an Öl von dort. Der lapidare Kommentar von OMV-Noch-Chef Wolfgang Ruttenstofer dazu lautete, man überweise ja schließlich kein Geld an den Gaddafi-Clan, sondern mache lediglich Geschäfte mit der National Oil Company. In Ruttenstorfers Augen zahlt die NOC vermutlich weder Steuern, noch wird es in einem Land, das hinsichtlich der Korruption auf Augenhöhe mit dem Iran rangiert, unveröffentliche Zahlungen an den mehr oder minder allmächtigen Staatschef geben. Betroffenheit? Ja sicher! Man beobachte die Situation sehr genau und die Mitarbeiter wurden auch zu einem Gutteil abgezogen (natürlich nur die österreichischen, die einheimischen Kollegen dürfen ruhig dort bleiben und schauen, wie sie mit etwaigen bewaffneten Konflikten zurande kommen). Na, immerhin sehe er Risiken, räumte er später in den Interviews (zB. <a href="http://orf.at/stories/2046625/2046627/">hier</a>) ein.</p>
<p><strong>Pecunia non olet.</strong></p>
<p>So wie der Strom für den Verbraucher kein Mascherl hat, so hat auch das Geld der Investoren und Shareholder kein Etikett. Auf dem Kontzoauszug hängt er ja auch nicht mehr, der Mief der ethisch höchst bedenklichen Herkunft des Profits. Was sich auf den ersten Blick vielleicht wie fantasievolles &#8220;Gutmenschengewäsch&#8221; liest, sollte durchaus einmal ein zweites Mal sachlich durchdacht werden. Selbst wenn man den Herrn Gaddafi nicht als den verwerflichsten Despoten dieses Erdenrunds betrachten muss, so gibt es noch zahlreiche andere Regimes in anderen Ländern, in denen immer noch fröhlich Geld verdient wird. Auch von heimischen Unternehmen. Auch von europäischen Staaten.</p>
<p>Aber wenn&#8217;s dort auch einmal kracht, dann sind wir alle miteinander &#8211; ehrlich und aufrichtig &#8211; betroffen.<br />
Hand drauf.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://noxvobiscum.at/2011/03/der-betroffenheits-tsunami/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Karl-Heinz Grasser &#8211; Vorbild in Sachen Transparenz</title>
		<link>http://noxvobiscum.at/2011/02/karl-heinz-grasser-vorbild-in-sachen-transparenz/</link>
		<comments>http://noxvobiscum.at/2011/02/karl-heinz-grasser-vorbild-in-sachen-transparenz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 12:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland B. Seper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Format]]></category>
		<category><![CDATA[Grasser]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Heinz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Unschuldsvermutung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://noxvobiscum.at/?p=1360</guid>
		<description><![CDATA[Man kann dem ehemaligen Finanzminister und windigen Finanzjongleur unter quasi chronischem Untreue-, Steuerhinterziehungs- und Betrugsverdacht mit einigem guten Willen so manches vorwerfen; etwa Schönheit, Intelligenz oder gar Erfolg. Die vielzitierte &#8220;supersaubere Weste&#8221; ist jedoch &#8211; wenn überhaupt &#8211; nur noch &#8230; <a href="http://noxvobiscum.at/2011/02/karl-heinz-grasser-vorbild-in-sachen-transparenz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man kann dem ehemaligen Finanzminister und windigen Finanzjongleur unter quasi chronischem Untreue-, Steuerhinterziehungs- und Betrugsverdacht mit einigem guten Willen so manches vorwerfen; etwa Schönheit, Intelligenz oder gar Erfolg. Die vielzitierte &#8220;supersaubere Weste&#8221; ist jedoch &#8211; wenn überhaupt &#8211; nur noch durch eine sehr dicke rosarote Unschuldsvermutungsbrille zu erahnen.</strong></p>
<div id="attachment_1368" class="wp-caption alignright" style="width: 152px"><a href="http://noxvobiscum.at/wp-content/uploads/2011/02/khg_network_format1.jpg"><img src="http://noxvobiscum.at/wp-content/uploads/2011/02/khg_network_format1-142x107.jpg" alt="Das KHG-Netzwerk - visualisiert von Format" title="Das Netzwerk des Karl-Heinz Grasser - visualisiert von Format" width="142" height="107" class="size-medium wp-image-1368" /></a><p class="wp-caption-text">Das Netzwerk des KHG - visualisiert von Format</p></div>
<p><a href="http://www.format.at">Format, das österreichische Wochenmagazin für Wirtschaft &#038; Geld</a> hat nun dankenswerterweise eine Visualisierung veröffentlicht, die den Blick auf Karl-Heinz Grassers hartnäckig beteuerte Unschuld noch weiter erschwert. Das Unternehmens- und Investmentgeflecht des KHG: ein wahres Kunstwerk an &#8211; formaljuristisch vermutlich größtenteils mehr oder weniger wasserdichten &#8211; Stiftungen, Briefkastenfirmen in aller Welt, Investments, Partnerschaften, wechselseitigen Besicherungen, großzügigen Darlehen etc., bei denen kaum noch zweifelsfrei nachvollzogen werden kann, wann welche Summen von A nach B geflossen sind &#8211; und wofür.</p>
<p>Wen &#8211; außer dem schönen Karl-Heinz &#8211; wundert&#8217;s da noch, dass die Ermittlungen nun schon ein Weilchen dauern, obwohl der herzensgute Herr Grasser immer wieder größtmögliche Kooperation und uneingeschränkte Transparenz versichert&#8230;?</p>
<p>Hier gibt&#8217;s das ganze PDF in voller Größe bei <a href="http://www.format.at/prod/520/pdf/format_grasser_organigramm.pdf" target="_blank">Format (Link)</a></p>
<p>Einen interessanten Bericht mit einigen weiteren Hintergründen und Überblicken gibt&#8217;s auch hier auf <a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/branchen/grasser-stiftungen-mit-zahlreichen-offshore-kontakten-459663/index.do" title="Grasser-Stiftungen mit zahlreichen Offshore-Kontakten">wirtschaftsblatt.at (Link)</a> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://noxvobiscum.at/2011/02/karl-heinz-grasser-vorbild-in-sachen-transparenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Georg Schramm hätte geschossen</title>
		<link>http://noxvobiscum.at/2010/09/georg-schramm-hatte-geschossen/</link>
		<comments>http://noxvobiscum.at/2010/09/georg-schramm-hatte-geschossen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 2010 19:24:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland B. Seper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Schramm]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://noxvobiscum.at/?p=1197</guid>
		<description><![CDATA[Aufgrund einiger Erwähnungen Georg Schramms via Twitter bzw. Facebook wurde ich heute wieder an diesen großartigen deutschen Kabarettisten erinnert, dessen Programm &#8220;Thomas Bernhard hätte geschossen&#8221; mir bereits vor einiger Zeit von einem lieben Freund empfohlen wurde. Dieser Empfehlung umgehend folgend &#8230; <a href="http://noxvobiscum.at/2010/09/georg-schramm-hatte-geschossen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aufgrund einiger Erwähnungen Georg Schramms via Twitter bzw. Facebook wurde ich heute wieder an diesen großartigen deutschen Kabarettisten erinnert, dessen Programm &#8220;Thomas Bernhard hätte geschossen&#8221; mir bereits vor einiger Zeit von einem lieben Freund empfohlen wurde. Dieser Empfehlung umgehend folgend habe ich mir das Programm angesehen &#8211; und war begeistert.</strong></p>
<div id="attachment_1199" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://noxvobiscum.at/wp-content/uploads/2010/09/schramm_georg_home.jpg"><img src="http://noxvobiscum.at/wp-content/uploads/2010/09/schramm_georg_home-150x100.jpg" alt="Georg Schramm" title="Georg Schramm" width="150" height="100" class="size-thumbnail wp-image-1199" /></a><p class="wp-caption-text">Georg Schramm</p></div>
<p>Schramm, Jahrgang 1949, Psychologe, ist &#8220;Quereinsteiger&#8221; im Bereich des Polit-Kabaretts, hat nichts desto weniger schon eine Reihe namhafter Auszeichnungen für seine Programme und zeichnet nicht zuletzt massgeblich für den Erfolg des ZDF-Formats &#8220;Neues aus der Anstalt&#8221; verantwortlich, für das er gemeinsam mit seinem Kollegen Urban Priol mit dem Deutschen Fernsehpreis 2007 ausgezeichnet wurde (Quelle: <a href="http://www.georg-schramm.de/html/zur_person.html">georg-schramm.de</a>).</p>
<p>Stellvertretend für zahlreiche weitere sehenswerte Programme, möchte ich &#8211; wie gesagt &#8211; &#8220;Thomas Bernhard hätte geschossen&#8221; besonders ans Herz legen:</p>
<div style="text-align:center;margin-bottom:15px;">
<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/QMNhM-Ah4d0?fs=1&#038;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/QMNhM-Ah4d0?fs=1&#038;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object>
</div>
<p>
An dieser Stelle sei auch wieder an den großartigen Volker Pispers (zB. hier <a href="http://noxvobiscum.at/2009/03/volker-pispers-uber-den-krieg-gegen-den-terror">Volker Pispers über den Krieg gegen den Terror</a>) erinnert, der ebenfalls eine Top-Platzierung in meinem Ranking der besten Politkabarettisten innehat&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://noxvobiscum.at/2010/09/georg-schramm-hatte-geschossen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Volker Pispers über den Krieg gegen den Terror</title>
		<link>http://noxvobiscum.at/2009/03/volker-pispers-uber-den-krieg-gegen-den-terror/</link>
		<comments>http://noxvobiscum.at/2009/03/volker-pispers-uber-den-krieg-gegen-den-terror/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 15:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland B. Seper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fun & Entertainment]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://noxvobiscum.at/?p=537</guid>
		<description><![CDATA[Der hierzulande weniger bekannte deutsche Kabarettist Volker Pispers zeigt in seinem mittlerweile sieben Jahre alten Programm &#8220;Bis neulich&#8221; auf höchst originelle Weise den Ursachen und der Entstehungsgeschichte des US-amerikanischen Kriegs gegen den Terror nach. Dabei bekommen nicht nur der Bush-Clan &#8230; <a href="http://noxvobiscum.at/2009/03/volker-pispers-uber-den-krieg-gegen-den-terror/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der hierzulande weniger bekannte deutsche Kabarettist Volker Pispers zeigt in seinem mittlerweile sieben Jahre alten Programm &#8220;Bis neulich&#8221; auf höchst originelle Weise den Ursachen und der Entstehungsgeschichte des US-amerikanischen Kriegs gegen den Terror nach. Dabei bekommen nicht nur der Bush-Clan und die Briten die eine oder andere Breitseite, sondern natürlich auch die Deutschen selbst.<div id="attachment_560" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://noxvobiscum.at/wp-content/uploads/2009/03/volker_pispers_bis_neulich1.jpg"><img src="http://noxvobiscum.at/wp-content/uploads/2009/03/volker_pispers_bis_neulich1-150x100.jpg" alt="" title="Volker Pispers" width="150" height="100" class="size-thumbnail wp-image-560" /></a><p class="wp-caption-text">Kabarettist Volker Pispers</p></div></p>
<p>Pispers präsentiert Politkabarett, wie es in den vergangenen Jahren leider kaum noch zu sehen war. Brachialhumor und gürtelliniennahe Gagkanonaden sind leider &#8211; nicht nur bei unseren nördlichen Nachbarn &#8211; an der Tagesordnung. Tag für Tag schwemmt das Privat-TV immer neue hirnlose Sketch-Formate und Stand-Up-Comedians über die Schirme und die Dichte an geistvollen Pointen sinkt und sinkt. Da tut es wirklich gut, wieder einmal &#8211; abseits des donnerstäglichen ORF-Abends &#8211; ein wenig durchdachteres Kabarett ohne verkrampft erzwungene Schenkelklopfer zu sehen.</p>
<p>Hier nun der erste von fünf Teilen der &#8220;Geschichtslektion der etwas anderen Art&#8221; aus der spitzen Feder Volker Pispers:</p>
<div style="text-align:center;margin:10px 0;">
<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/n4H_E8b-qmo?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/n4H_E8b-qmo?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object>
</div>
<p>Pisper zeigt im zweiten Video erstaunlichen Weitblick: Bereits im Jahr 2004, als viele das Wort &#8220;Finanzkrise&#8221; am ehesten aus dem Geschichtsbuch kannten und die Märkte &#8211; eventuell abgesehen von ein paar DotComs &#8211; blühten, sagte Pispers schon seine Meinung zu Aktienanalysten, Fusionsbankern und nicht zuletzt auch der stetig anwachsenden Gruppe von selbsternannten Experten und Unternehmensberatern.</p>
<div style="text-align:center;margin:10px 0;">
<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ko5CCSomDMY?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ko5CCSomDMY?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object>
</div>
<p>Einen Blick auf die &#8220;related videos&#8221; kann ich nur wärmstens empfehlen. Da finden sich durchaus noch ein paar weitere nette Fundstücke!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://noxvobiscum.at/2009/03/volker-pispers-uber-den-krieg-gegen-den-terror/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

