Papst Franziskus I.: Theologisch gemäßigt, ultra-rechts, reformbereit, erzkonservativ, bescheiden, liberal, „back to the basics“, weltoffen, homophob, „Kardinal der Armen“, Sexist. Alles dabei, was man als Chef der römisch-katholischen Kirche so braucht.

Die erstaunlich vielfältigen Eigenschaften, die dem Herrn Jorge „Menschenrecht ist relativ“ Bergoglio in den diversen Kommentaren anlässlich seiner Wahl zum Chefhirten so zugeschrieben werden, weisen ja auf einen richtiggehenden Tausendsassa hin. Wir werden sehen, was er in seiner Amtszeit mit der Kirche so anricht… unternimmt.
Der beruhigende Aspekt der ganzen Angelegenheit ist und bleibt: Es ist – nüchtern betrachtet – sowas von wurscht. Der Einfluss, den die Kirche und in weiterer Folge deren Oberhaupt auf unser Alltagsleben hat, ist in unseren Breiten – so überhaupt erkennbar – maximal überschaubar. Diejenigen, die bisher im Glauben bzw. der Kirche Halt und Geborgenheit gefunden haben, werden dies auch weiterhin finden. Diejenigen, die Religion keinerlei Wert beimessen, werden ebenfalls weiterhin amüsiert auf das folkloristische Treiben der Kirchen blicken. Und all jene, die sich zwischen den beiden Polen bewegen, werden sich auf die eine oder andere Weise mit dem neuen Häuptling arrangieren.
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