Kategorie: Fun & Entertainment

  • „Werte kann man nicht verteidigen, man kann sie nur leben“

    „Werte kann man nicht verteidigen, man kann sie nur leben“

    Der Deutsche Kabarettist Hagen Rether spielt seit Jahren (genauer: seit 2003) das gleiche Programm namens „Liebe“. Es ist jedoch tatsächlich nur das gleiche, nicht etwa das selbe, da er Jahr für Jahr ein Update vornimmt. So auch 2016 wieder – und es ist mindestens so sehenswert wie all die anderen der Vorjahre.

    Aus den unzähligen großartigen Statements und Bonmots eines als Titel herauszupicken, war gar nicht so leicht. Meines Erachtens ist dieser Part wohl einer der bemerkenswertesten:

    Wer Werte verteidigen will, hat sie schon aufgegeben. Man kann Werte nur leben, sodass sie manifest werden und Strahlkraft erlangen.
    (Hagen Rether, Liebe, Update 2016)

    Ein paar weitere schöne Zitate beim (inoffiziellen) Twitter-Account @Hagen_Rether:

  • XXXLutz – Die Antithese zu Kundenorientierung

    XXXLutz – Die Antithese zu Kundenorientierung

    Am vergangenen Samstag nahm ich all meinen Mut zusammen und wagte schier Unmenschliches: Im Auftrag einer Verwandten bei einem Wiener Möbelhaus zwei Teppichböden, die Tage zuvor per SMS als abholbereit avisiert worden waren, abzuholen klingt einfacher als es ist. Und weniger frustrierend.

    (mehr …)
  • Vertrauen in Berufe: Krankenschwestern und Piloten top, Politiker flop

    Vertrauen in Berufe: Krankenschwestern und Piloten top, Politiker flop

    Sie ist wieder da: Die alljährliche Studie aus dem Hause Reader’s Digest zum Vertrauen in bestimmte abgefragte Berufsgruppen. Die Erhebung wurde wie immer Europaweit durchgeführt, aus Österreich kommen rund 1.000 Antworten auf die Frage: „Welcher Berufsgruppe vertrauen Sie am meisten“?

    Die wohl ob ihrer allgemein bekannten Bescheidenheit bei Golden Handshakes beliebten Piloten haben nun endgültig die Feuerwehrleute nach deren jahrelanger Dominanz von Platz 1 verdrängt, doch heuer ex aequo mit Krankenschwestern (ich nehme an, das bekundete Vertrauen der Menschen kann auch ruhigen Gewissens den männlichen Kollegen der Krankenschwestern, den Pflegern, attestiert werden).

    Während es an der Spitze seit Beginn der Studie im Jahr 2001 ein stetiges Gerangel um den Thron gibt, ist das untere Ende der Vertrauensskala klar vergeben: Politiker genießen in ganz Europa in etwa das gleiche Vertrauen wie ein hungriger Ziegenbock in der Großgärtnerei.

    Die Journalisten auf Rang 14 finde ich zwar betrüblich, aber auch angesichts Heute, Weekend, Krone & Consorten ansatzweise nachvollziehbar.

    RangBerufÖsterreichEuropa Durchschnitt
    1Krankenschwestern94%85%
    1Piloten94%89%
    2Feuerwehrleute93%92%
    3Apotheker92%87%
    3Ärzte92%83%
    4Landwirte80%72%
    5Richter76%48%
    6Polizisten75%625
    7Lehrer71%74%
    8Priester/Pfarrer63%52%
    9Meteorologen60%54%
    10Anwälte56%43%
    11Taxifahrer47%48%
    12Reiseveranstalter39%35%
    13Finanzberater36%32%
    14Gewerkschaftsführer19%22%
    14Journalisten19%27%
    14Fußballspieler19%21%
    15Autoverkäufer16%16%
    16Politiker7%7%

    In % der Wert für „sehr hohes“ bzw. „ziemlich hohes“ Vertrauen.
    Antworten zu 20 vorgegebenen Berufen. Basis: 23.287 Befragte in 16
    europäischen Ländern, davon 987 Befragte in Österreich

    Originelle Erkenntnisse der Studie:

    In Osteuropa bringen die Menschen den Vertretern des Rechtswesens und des Staats deutlich weniger Vertrauen entgegen als in Westeuropa. In Rumänien beispielsweise genießen Taxifahrer mit einem Vertrauenswert von 35% größeres Vertrauen als Anwälte (26%) und Richter (23%). In Russland kommt die Polizei gerade einmal auf einen Vertrauenswert von 23%, deutlich abgeschlagen hinter Meteorologen (31%), Fussballspielern (55%) und Taxifahrern (56%).

    Politiker haben – in ganz Europa – seit 2003 fast die Hälfte des in sie gesetzten Vertrauens eingebüßt (von 12% auf 7%).

    Immer noch 36% der Österreicher haben „sehr hohes“ bzw. „ziemlich hohes“ Vertrauen in Finanzberater. Man sollte meinen, sie hätten’s im vergangenen Jahr gelernt… 😉

  • Novarock: Heisses Line up – ich nicht dort

    Novarock: Heisses Line up – ich nicht dort

    Das Novarock findet heuer erst zum fünften Mal statt und kann dennoch mit einem Line up aufwarten, das nahezu alle Stückerln spielt. Die Mainacts Metallica, Die Toten Hosen, Placebo, die reunierten Faith No More und viele mehr sind sicherlich Publikumsmagneten erster Güte. Das Novarock hat sich somit innerhalb einer extrem kurzen Zeit zu einem wahrhaft großartig besetzten Festival gemausert.

    Bei ein paar Namen auf der Liste der teilnehmenden Bands könnte einem ja tatsächlich größte Lust auf ein Besuch in Nickelsdorf überkommen. Für mich sind das eindeutig Faith No More, NIN, Killswitch Engage (endlich, nachdem ich sie bisher immer verpasst habe, wenn sie da waren), Gogol Bordello, In Extremo, All That Remains, August Burns Red und noch ein paar andere.

    Ist es das wert?

    Umgekehrt muss man sich dann aber schon auch die Frage stellen: Was ist es mir wert, dass ich ein paar der (unbekannteren) Bands, die auftreten wirklich sehen und hören möchte, während mich einige der großen (und extrem teuren) Mainacts tendentiell so sehr interessieren, wie das Radioprogramm auf dem Weg zum Festivalgelände?

    Angesichts dessen sind dann nämlich 109,00 Euro pro headbangendem Kopf – nach den ersten 40.000 Tickets steigt der Preis für die letzten 10.000 dann sogar auf 119,00 – schon hart an bzw. für mich recht deutlich über der Schmerzgrenze. Möglicherweise wird dies auch noch dadurch beeinflusst dass ich persönlich ein großer Fan von kleinen, „familiären“ Clubgigs bin und einen solchen Preis tendentiell eher dann bezahlen würde, wenn nur eine Handvoll Bands, dafür in einer kleinen Location spielen würden.

    Aber es tut gut sehen, dass die Musikindustrie von der Krise scheinbar nicht betroffen zu sein scheint. 5,5 Millionen werden allein mit Eintrittskarten umgesetzt. Diverse andere Einnahmen wie Standgebühren & Co kommen noch hinzu. So schlimm kann’s also nicht sein! 😉

    Hier übrigens der – Vollständigkeit halber – das ganze Line up des Novarock 2009:
    Metallica, Die Toten Hosen, Placebo, Faith No More, Slipknot, Nine Inch Nails, Limp Bizkit, Kaiser Chiefs, Guano Apes, Disturbed, Dimmu Borgir, Chris Cornell, Killswitch Engage, Gogol Bordello, In Extremo, Dredg, Trivium, Madsen, Mastodon, The Gaslight Anthem, Static X, The Sword, Sevendust, Black Stone Cherry, Dir En Grey, All That Remains, Lacuna Coil, Sonic Syndicate, Expatriate, 3 Feet Smaller, The Living End, August Burns Red, Bring Me The Horizon, Eisbrecher, Smoke Blow

  • Google AdWords bieten Treffsicherheit – garantiert!

    Google AdWords bieten Treffsicherheit – garantiert!

    Hin und wieder sind es schon skurrile Ergebnisse, die die Platzierung von Google Ads mittels context-sensitiver Schaltung nach sich ziehen kann. Da wird auf einer Seite, die sich mit Latein beschäftigt, oftmals Werbung für Latinas, die ganz spezielle Liebesdienste anbieten gezeigt und wehe man schreibt gar einen Artikel, in dem auf einer Seite irgendwo die Keywords „Dame“ und – inhaltlich gänzliche anderswo – „leicht“ vorkommen. Unerwartete Ergebnisse stehen also naturgemäß auf der Tagesordnung.

    Die Polizei von Seattle hat nun derzeit ohnehin schon eine Menge zu tun, ihren „guten Ruf“ wieder herzustellen. Wir erinnern uns: Ein King County sheriff’s deputy rastete komplett aus, schlug ein 15jähriges Mädchen (aufgrund der unerhört gefährlichen Attacke mit dem linken Schuh) brutalst nieder und malträtierte das – bereits am Boden – liegende Opfer mit weiteren Schlägen auf den Kopf.

    Der „Freund und Helfer“ oder auch „Starke Arm des Gesetzes“, dem es scheinbar herzlich egal war, dass er bei diesem Exzess gefilmt wurde, ist nun – quod erat expectandum – eine Art YouTube-Star (verschiedene Uploads des Videos erreichen derzeit zusammengerechnet mehr als eine Million Views). Ob aber diese Google Ad-Schaltung (siehe Bild) sonderlich hilfreich dabei ist, das richtige Personal für den Posten eines Police Officers anzuheuern, darf berechtigterweise bezweifelt werden…