Seit dem Einsetzen der Industrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich die Rahmenbedingungen der Arbeit – nicht nur, aber speziell im Knowledge Working – laufend verändert. Sowohl technologisch, als auch (markt-)ökonomisch, als auch sozial. Die sich stetig verändernden Herausforderungen erfordern laufende und proaktive Adaption der Kollaboration und der Unternehmenskultur. Unterschiedliche Denkmodelle, Frameworks und Standards versuchen Lösungen zu bieten. Welches Modell ist nun „gut“, welches ist „schlecht“? Die für mich klare Antwort lautet: Die Frage ist falsch.
(mehr …)Kategorie: Wirtschaft
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Rückblick: Global Scrum Gathering VIE19
Vom 28. bis 30. Oktober fand heuer das Global Scrum Gathering der Scrum Alliance in Wien statt. Drei höchst inspirierende und lehrreiche Tage im Kreise begeisterter Agilisten aus aller Welt. Ein ganz persönlicher Eventbericht.
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Schöne neue Arbeitswelt
„Es bleibt alles beim Alten, es bleibt beim 8 Stunden-Tag“, werden Kanzler Kurz und sein Vize Strache nicht müde, gebetsmühlenartig herunterzuleiern. „Lediglich die Flexibilität werde geschaffen, in Ausnahmefällen auch bis zu 12 Stunden zu arbeiten“. Soweit so gut. Aber was heißt das nun konkret? Wie bereits Ministerin Köstinger so schön sagte: „Da trennt sich a bissl die Realität von der Wirklichkeit.“
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40 Milliarden gute Gründe
Das Entsetzen im Hohen Haus und der Medienlandschaft ist groß: Es gibt ein Loch im Budget bis 2018, das – je nach Quelle bzw. Schätzung – rund 30 bis 40 Milliarden Euro betragen wird. Waren SPÖVP noch vor wenigen Wochen (also vor der Nationalratswahl) guter Dinge, einen ausgeglichenen Haushalt angehen zu können, dienen die überraschend doch fehlenden Milliarden heute nicht zuletzt als Grundlage für neuerliches Säbelrasseln in den Koalitionsverhandlungen.
Stimmt schon. Die 40 Milliarden „zusätzlichen“ Finanzierungsbedarfs sind keine Überraschung. Weder für die handelnden Politiker, noch für halbwegs mündige Bürger. Die makroökonomischen Veränderungen, höherer Aufwand für Bankenrettungen (Stichwort Hypo Alpe Adria) und viele Gründe mehr ließen bereits Monate vor der Nationalratswahl unüberhörbar die Alarmglocken dahingehend schrillen, dass die Prognosen, von denen ausgegangen wurde, nicht haltbar sind.
Dennoch ist es eine Ungeheuerlichkeit, wie sehr die wahlwerbenden Parteien – allen voran die alten und voraussichtlich auch neuen Regierunsgparteien – all diese vergleichsweise düsteren Prognosen bis wenige Wochen nach dem Urnengang verschwiegen und verharmlosten. Viele sprechen von betrügerischer Absicht und WäherlInnentäuschung. Dieser Vorwurf ist nicht von der Hand zu weisen.
Es ist ja in der Regel keine „Tragödie“, wenn im Wahlkampf die Wahrheit sanft gebeugt wird, um Spitzenkandidaten und deren erbrachte – oder geplante – Leistungen in ein halbwegs attraktives Licht zu rücken. Es handelt sich schließlich um Werbung und keine rationale Sachverhaltsdarstellungen (siehe auch hier), dennoch sollte man als Wähler davon ausgehen dürfen, dass Informationen dieser Tragweite in irgendeiner Form bekannt gemacht werden. Übertriebene Schönrederei, völlige Intransparenz und offene Lüge ist der WählerInnenschaft längst nicht mehr zuzumuten.
Spätestens hier sollte der Schwarze Peter übrigens auch an Journalisten und Medien weitergereicht werden, deren Aufgabe als viel zitierte „Vierte Gewalt“ darin läge, den anderen dreien penibel und mit einigermaßen ungetrübtem Blick auf die Finger zu schauen und an die Öffentlichkeit zu tragen, was diese – speziell Legislative und Exekutive – so hinter verschlossenen Türen treiben. Dieser Aufgabe gewissenhaft nachzukommen ist schließlich keine Kür, sondern Pflicht. Die öffentliche Hand zahlt schließlich auch nicht gerade wenig für diese Leistung.
Ja, und was jetzt…?
Selbstverständlich versprechen aber Neuwahlen keinen sicheren Ausweg aus dieser Misere, zumal davon auszugehen ist, dass sich an der grundlegenden Situation nicht viel schrauben lässt:
- Die „Hoffnung“, Rot/Schwarz ginge sich nicht mehr aus, ist mit Vorsicht zu genießen.
- Sicherlich könnte als Kollateraleffekt auch das Team Stronach wieder aus dem Nationalrat fliegen, aber das ist einerseits keineswegs sicher und birgt andererseits die Gefahr, dass die von FPÖ abgewanderten Protestwähler wieder reumütig in den blauen (oder gar orangen) Schoss zurückkehren.
- Sollte Schwarz/Blau (oder gar umgekehrt!) in noch greifbarere Nähe rücken, dann stehen uns ähnliche Verhältnisse bevor, wie sie bereits 2000 bis 2007 vorherrschten. Auch keine sonderlich erfreulichen Aussichten.
- Grün und Pink könnten profitieren, aber vermutlich zu wenig, um die dann zur Verfügung stehenden Rot/Schwarz/Blau-Kombinationsmöglichkeiten zu verhindern.
Es gibt tatsächlich rund 40 Milliarden gute Gründe, die Regierungsparteien mit allen zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln „abzuwatschen“, aber es gilt halt leider auch:
„Be careful what you wish, you might get it!“
Bild: Fekter, Spindelegger & Faymann | Budgetrede 2013 | c Leo Hagen/Parlamentsdirektion
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Kernzone 100: Wie lange noch?
Je öfter ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, was mit dieser Verkehrspolitik, wie sie in Wien und dem Umland betrieben wird, eigentlich erreicht werden soll. Die Nutzung des Privat-PKW bleibt teuer und unpraktisch (was – objektiv betrachtet – durchaus in Ordnung ist), es gibt aber nach wie vor keine spürbaren Erleichterungen hinsichtlich Kosten oder gar Komfort bei der Nutzung der Öffis.
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Fleischskandal? Nein. Logische Konsequenz.
Der Fleischskandal rund um nicht deklariertes Pferdefleisch will einfach keine Ruhe geben. Tagtäglich tauchen neue Meldungen auf, worin überall Reste und Spuren von nicht auf dem Etikett befindlichen Fleischarten gefunden wurden. Dass diese Entwicklung eine völlig logische Konsequenz aus dem grassierenden Geiz ist geil-Konsumverhalten ist, wird selten erwähnt. Zeit wird’s, der Realität ins Auge zu sehen.
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Lebensmittelskandal: Nicht Fisch, nicht Fleisch
In Billig-Lebensmitteln, die mit „100% Rindfleisch“ etikettiert sind, findet sich 60 Prozent und mehr Pferdefleisch. Die Aufregung über den Etikettenschwindel ist enorm. Die erschreckenderen Aspekte an der Geschichte, die tatsächlich den Appetit verderben sollten, bleiben weitestgehend auf der Strecke.
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Frank Stronach: Traurig, aber wahr.
Was können wir aus der – auf den ersten Blick – durchaus unterhaltsamen Geschichte rund um die politischen Bestrebungen des Exil-Steirers und Self-Made-Industriemagnaten Frank Stronach ablesen? Handelt es sich einfach um die schrullige Idee eines alten Mannes oder gehen wir gar den nächsten Schritt in Richtung Plutokratie? So einfach wird die Antwort nicht sein.

Frank Stronach ist ein schrulliger alter Mann, der in der Vergangenheit einige bemerkenswerte persönliche Erfolge verzeichnen konnte. Mit einer gehörigen Portion Chuzpe ausgestattet, ging Stronach (damals hieß er tatsächlich noch Franz Strohsack) aus seiner oststeirischen Heimat fort, um die Welt zu erobern. Ohne sonderlich viel Eigenkapital (man munkelt, er wäre mit nichts als 200 Dollar und einem One-Way-Ticket in der Tasche losgezogen) hat er in vergleichsweiser kurzer Zeit ein Unternehmen aufgebaut, das in weiterer Folge zu einem Global Player erwachsen sollte und heute mehr als 100.000 Menschen in aller Welt beschäftigt. Das eine oder andere Quentchen Glück mag durchaus dabei gewesen sein (etwa der gewaltige Aufschwung der kanadischen Automobilindustrie in den spätern 1960er Jahren), aber primär war vermutlich sein großer persönlicher Ehrgeiz, es an die Spitze zu schaffen, verantwortlich für den Erfolg.
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Marktkonforme Demokratie
Es ist nun wirklich höchste Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen: Die Aufgabe der Politik ist längst nicht mehr, eine optimale Führung, Verwaltung und Organisation des Landes sicher zu stellen, sondern so zu agieren, dass sich „die Märkte“ nicht wie unsittlich berührt abwenden. Das Ziel: die marktkonforme Demokratie ohne störendes soziales Beiwerk. Das ist nicht leicht, da ja „die Märkte“ bekanntlich so ungern preisgeben, was sie eigentlich wollen. Gach pass’ma nicht auf, sind’s auch schon weg. Der Herr Spindelegger bringt es im ZIB2-Interview von Armin Wolf sinngemäß auf den Punkt: „Wir müssen handeln, wie es die Märkte diktieren.“
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Schulden? Eine Frage der Perspektive.
Ehrlich gesagt kann ich es nicht mehr hören, das Einerlei von Krise, Schulden und verwandten Katastrophen. So als ob die derzeit so herrlich hochstilisierte Dauerkrise allein durch das (ausufernde) Aufnehmen von Staatsschulden verursacht worden wäre. Ich sehe ja selbstverständlich ein, dass es auf lange Sicht nicht zielführend sein kann, Wohlstand, soziale Systeme und ganze Staatengefüge ausschließlich auf Pump aufzubauen. Das zu negieren wäre naiv und kurzsichtig. Aber wenn man einmal ernsthaft darüber nachdenkt und seine Gedanken ein wenig kreisen lässt, fallen rasch ein paar Dinge auf, die – abseits kleinkarierten politischen Dünkels – ausnehmend sauer aufstoßen könnten. Und sollten.
Die ganze Welt spricht zur Zeit von „der Krise“, von Staatsschulden und einer global darniederliegenden Wirtschaft. Je nach politischer Herkunft sind entweder die nationalen Führungsregime dafür verantwortlich, die viel zu lange Geld für ihre Staatshaushalte ausgegeben haben (etwa für Bildung, Medizin, Altenversorgung), das sie nicht hatten oder die bösen zügellosen (Finanz-)Märkte, die mangels Regulierung durch die Gesetzgebung asoziales und menschenverachtendes Geldscheffeln für eine kleine Handvoll Privilegierter ermöglichen.
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