Kategorie: Medien

  • NV! Redux

    NV! Redux

    Das gute, alte Nox Vobiscum! war nach nun doch schon bald zwei Jahrzehnten und mehreren mehr oder weniger ambitionierten Redesigns deutlich in die Jahre gekommen. Höchste Zeit für einen Neubeginn!

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  • Die große Themenverfehlung bei #metoo

    Die große Themenverfehlung bei #metoo

    Was mich an der erstaunlich polarisierenden #metoo Debatte am meisten anzipft: Fast alle Diskussionen (oder zumindest die überwiegende Mehrheit davon) laufen in die völlig falsche Richtung!

    Alle reden seit Tagen und Wochen davon, wann Frauen Übertretungen der Grenzen ihrer Privat- und Intimsphäre welchen Ausmaßes wie zu beantworten haben.

    Sprich sie sollen möglichst nicht im Nachhinein etwas sagen, sie sollen gewisse „harmlose“ Übergriffe gefälligst hinnehmen und sich net so anstell‘n oder sie sollen halt gleich irgendwelche Watschen verteilen…

    What a brain fuck

    Liebe Jungs und Mädels, das ist eine Themenverfehlung und ein Brain Fuck allerfeinster Güte!

    Es geht einzig und allein darum, dass sich verdammt nochmal Alle (vor allem Männer, aber auch zuweilen Frauen) darüber im Klaren zu sein haben, was im zwischenmenschlichen Umgang miteinander zulässig ist und was nicht. Und wo die konkreten Unterschiede zwischen Konsensualität und Belästigung liegen. Und welche Grenzen und Normen im Zweifelsfall zu gelten haben.

    Kurzum: Hört endlich auf, an Mädchen und Frauen und an ihrem Verhalten herumzudoktern!

    Männer definieren seit jeher, welche Berufe Frauen zu ergreifen haben und aus welchen Sparten sie sich rauszuhalten haben (oder zumindest welchen hierarchischen Levels). Männer definieren, wie sich Frauen zu kleiden haben. Die einen haben zuviel an („Burkaverbot muss her!“), die anderen zuwenig („Sie hat ja mit dieser engen Bluse regelrecht provoziert, dass ich sie begrapsche!“). Männer definieren, wann sich Frauen belästigt fühlen dürfen und was sie gefälligst über sich ergehen lassen sollen, weil „Männer halt so sind“ und – noch besser – „weil das früher auch nie ein Problem war“. Geht‘s noch?

    „Wir müssen über Männer reden, nicht über Frauen!“

    Wir müssen über das (Fehl-)Verhalten von Männern reden. Wir müssen darüber reden, wie es sein kann, dass viele Männer immer noch glauben, dass sie diejenigen sind, die zu entscheiden haben, wo die Intimsphäre einer Frau beginnt. Und wir müssen darüber reden, wann das Thema „sexuelle Belästigung“ lautet und wo es sich vielmehr um (nicht minder entbehrliches) „archaisch-maskulines Dominanzgetue“ handelt. Es geht hier auch nicht im Geringsten um krampfhaft überzeichnete Political Correctness, sondern um das Konzept der „Basic human decency“.

    Wenn wir das dann mal alles geklärt haben, wird eine etwaige Folgediskussion, wie Frauen auf männliche Übergriffe zu reagieren haben, plötzlich angenehm kurz…

    Bild: Prof.lumacorno/Wikimedia

  • „Werte kann man nicht verteidigen, man kann sie nur leben“

    „Werte kann man nicht verteidigen, man kann sie nur leben“

    Der Deutsche Kabarettist Hagen Rether spielt seit Jahren (genauer: seit 2003) das gleiche Programm namens „Liebe“. Es ist jedoch tatsächlich nur das gleiche, nicht etwa das selbe, da er Jahr für Jahr ein Update vornimmt. So auch 2016 wieder – und es ist mindestens so sehenswert wie all die anderen der Vorjahre.

    Aus den unzähligen großartigen Statements und Bonmots eines als Titel herauszupicken, war gar nicht so leicht. Meines Erachtens ist dieser Part wohl einer der bemerkenswertesten:

    Wer Werte verteidigen will, hat sie schon aufgegeben. Man kann Werte nur leben, sodass sie manifest werden und Strahlkraft erlangen.
    (Hagen Rether, Liebe, Update 2016)

    Ein paar weitere schöne Zitate beim (inoffiziellen) Twitter-Account @Hagen_Rether:

  • Was der Faschismus so sagt, wenn er wiederkehrt…

    Was der Faschismus so sagt, wenn er wiederkehrt…

    „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus‘. Er wird übrigens auch nicht sagen: ‚ich bin der Antifaschismus‘. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin Supercalifragilisticexpialigetisch‘.“

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  • Muslime empören sich. Alle. Immer.

    Muslime empören sich. Alle. Immer.

    „Muslime empören sich über xyz“.

    Wenn ich sowas lese, frage ich mich immer, was wäre, wenn dieser – völlig illegitim verkürzte – Unfug tatsächlich zuträfe und weltweit – also in den wirklich großen muslimisch dominierten Staaten* in Fernost, Afrika und sonstwo, also keineswegs nur in einzelnen wenigen arabischen Staaten (wo einigermaßen konzentriert die besonders engstirnigen Vertreter des Muslimischen Glaubens leben) – 1,6 Mrd. Menschen in Agonie und unbändigbarer Wut durch die Straßen marodierten.

    Aber komisch – das ist ja spannenderweise gar nicht so! Nur in den Köpfen der beinahe ebenso engstirnigen Verfassern solcher Headlines (und leider viel zu vielen derer Leser).

    Und interessanterweise liest man umgekehrt nirgendwo „Christen empören sich über xyz“, wenn der Opus Dei, die Pius-Brüder oder der Ku-Klux-Klan – also folgerichtig urtypische Christen – sich über ein x-beliebiges xyz empören.

    * Nota bene: Im größten Muslimischen Land der Erde leben annähernd 200 Millionen Muslime. Sie stellen dort mehr als 88 Prozent der Bevölkerung. Dieses Land heißt Indonesien. Indien ist auch weit vorn.

    (Bilder: Henrik Hansson/wikipedia, Martin/flickr.com)

  • Die Rettungsgasse, das unbekannte Wesen

    Die Rettungsgasse, das unbekannte Wesen

    Die Rettungsgasse bringe wenig, heißt es » hier im Kurier. Was für ein Schmarr’n!

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  • Wahlkrampf

    Wahlkrampf

    Wahlkampf ist Werbung. Ehrlichkeit hat in der Werbung in aller Regel nichts verloren. So weit, so gut. Dennoch bin ich wirklich froh, wenn dieser Unsinn in wenigen Tagen vorbei ist und wir uns nicht nur wieder wichtigeren Dingen zuwenden können, sondern wir auch nicht mehr laufend für dumm verkauft werden.

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  • Lebensmittelskandal: Nicht Fisch, nicht Fleisch

    Lebensmittelskandal: Nicht Fisch, nicht Fleisch

    In Billig-Lebensmitteln, die mit „100% Rindfleisch“ etikettiert sind, findet sich 60 Prozent und mehr Pferdefleisch. Die Aufregung über den Etikettenschwindel ist enorm. Die erschreckenderen Aspekte an der Geschichte, die tatsächlich den Appetit verderben sollten, bleiben weitestgehend auf der Strecke.

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  • Ein höchst dringender Aufschrei

    Ein höchst dringender Aufschrei

    Ein gesetzter Herr fortgeschrittenen Semesters, der eine junge Dame mit teils schlüpfrigen, teils chauvinistischen Phrasen eindeckt, überschreitet dadurch eindeutig die Grenze ihrer persönlichen Intimsphäre. Dennoch: Hätte es sich nicht zufällig um einen Prominenten deutschen Politiker und eine Journalistin des Stern gehandelt, gäbe es die Aktion #aufschrei vermutlich gar nicht. Zumindest nicht in dieser Form, in dieser Intensität. Die Tatsache, dass die Diskussion rund um das Thema „Alltagssexismus“ nun auch die Öffentlichkeit abseits der Social Media erreicht, ist jedoch wichtig – und höchst an der Zeit.

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  • Es gibt (k)ein Facebook-Verbot im ORF-Gesetz

    Es gibt (k)ein Facebook-Verbot im ORF-Gesetz

    Ein Reizwort gewinnt durch Wiederholung nicht an Wahrheitsgehalt. Dies trifft zur Zeit besonders im Zusammenhang mit einem etwaigen „Facebook-Verbot“ für den ORF zu. Das ORF-Gesetz verbietet in seiner aktuellen Fassung den Aufbau einer Community unter Zuhilfenahme sozialer Netzwerke, aber die grundsätzliche Nutzung von Facebook, Twitter & Co im Rahmen der Sendungen des öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrages (tagesaktuelle Online-Berichterstattung, Programmankündigungen, etc.) stehen in keinerlei Konflikt mit dem ORF-G. Schlicht und ergreifend.

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